RAW
DIALOGWERKSTATT

Zukunftsstation bei der Dialogwerkstatt

Städtebaulicher Strukturplan für das RAW Gelände

Das Gelände des ehemaligen Reichsbahn-Ausbesserungs-Werks – kurz RAW – ist mit rund 7 ha eines der letzten großen Entwicklungsgebiete innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings. Bekannt ist das RAW seit den 1990-er Jahren vor allem als Freiraum für kreative Nutzungen und der dort ansässigen Club- und Jugendkultur. Mit dem Verkauf des Grundstücks (2015) an private Projektentwickler wurde die Frage nach einer verträglichen Bebauung und Nachverdichtung des Areals erneut aufgeworfen. Um die bestehenden Nutzungen und Gebäude entsprechend zu berücksichtigen, initiierte der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg das "RAW Dialogverfahren" und beauftragte Urban Catalyst mit der Durchführung.

Ziel war es, mittels verschiedener Veranstaltungsformate einen städtebaulichen Konsens zwischen den einzelnen Interessensgruppen – Nutzer*innen, Stadtteilvertretung, Politik, Eigentümer*innen, Anwohner*innen und der Öffentlichkeit – zu finden. Die Veranstaltungen adressierten dabei sowohl die stadtweite Öffentlichkeit ("Dialogwerkstätten") als auch eine konzentrierte Stakeholderbeteiligung ("Städtebauliche Fachgespräche").

Der so über ein Jahr erarbeitete Konsens wurde von Urban Catalyst in Form eines städtebaulichen Plan- und Regelwerkes festgehalten. Der Vorteil des Plan- und Regelwerkes gegenüber einem Masterplan begründet sich durch seine Flexibilität und Anpassungsfähigkeit auf die dynamischen Prozesse der Konsensfindung. So können auch die weiteren Entwicklungsschritte an die gemeinsam erarbeiteten Ergebnisse leicht anknüpfen und diese fortschreiben.

Info

Koproduktiver Städtebau

ORT
Berlin
Auftraggeber Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, Berlin
ProjektTEAM Janin Walter, Prof. Melanie Humann, Amadeus Theimer, Tobias Kusian, Katerina Mareckova, Prof. Klaus Overmeyer
Zeitraum 12/2017 - 12/2018

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