SCHÜTZENMATTE
NEU DENKEN

Eingangstor, Impulsort, Konfliktraum, Babylon, ...

Die Schützenmatte ist ein dynamischer Ort in der Stadtgeschichte Berns. Jahrhundertelang durch Speicher und Befestigungsanlagen geprägt, ist die Sie heute ein Ventil für Nutzungen, die sonst in der Stadt keinen Raum finden. Carpark, Drogenausgabestelle, Bahnviadukt und ein autonomes Zentrum in einer ehemaligen Reitschule treffen hier als unterschiedliche Interessenslagen der Stadtgesellschaft aufeinander: für die einen ist die Schützenmatte ein „Unort“, für die anderen eine willkommene Nische, für manche eine zentral gelegene, untergenutzte Fläche mit idealen Verwertungsbedingungen, für wiederum andere ein offener und öffentlicher Raum in der Stadt, der unbedingt freigehalten werden muss.

Zusammen mit der Agentur synergo aus Zürich begleiten wir einen zweijährigen Dialogprozess, in dem die Schützenmatte neu verhandelt und ein tragfähiges Nutzungskonzept für den Raum entwickelt werden soll. In kontinuierlichen Workshops mit einem 70 köpfigen Begleitgremium aus VertreterInnen wichtiger Institutionen und Akteursgruppen werden Schlüsselfragen aufgeworfen und Lösungen zur gesamtstädtischen Bedeutung des Ortes, aber auch zur zukünftigen Nutzung und Gestaltung des Platzes entwickelt. Die Ergebnisse werden in öffentlichen Foren mit einer breiteren Öffentlichkeit rückgekoppelt. Besonderes Element der öffentlichen Beteiligung sind die Labortage: Der Parkplatz wird für vier Tage von Autos befreit und zum Experimentierfeld für alternative Nutzungsvisionen erklärt.

Info

Partizipativer Planungsprozess
 
ORT Bern
Auftraggeber Stadtplanungsamt Bern
Projektpartner synergo, Zürich // naturaqua, Bern // anschlaege.de
ProjektTEAM Philip Schläger, Malte Wittenberg, Martin Schlegel, Belen Zevallos
Zeitraum 2014 - 2015

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